5. Die unterschätzte Rolle der Medien

Tierschutzarbeit findet oft im Verborgenen statt – umso wichtiger ist es, wenn Medien wie Hundkatzemaus Fälle öffentlich machen. Durch die mediale Begleitung wird Tierleid sichtbar und erreicht Menschen, die sonst nie davon erfahren würden. Der Einsatz der Tierschutzdetektivin wurde dokumentiert, emotional aufbereitet und bundesweit ausgestrahlt – das sorgte für Aufmerksamkeit und Nachdruck.
Medienberichte üben öffentlichen Druck auf Politik und Behörden aus. Sie schaffen Bewusstsein, stärken die Zivilgesellschaft und zeigen, wie wichtig es ist, nicht wegzuschauen. In diesem Fall half die Öffentlichkeit nicht nur bei der Aufklärung, sondern trug auch dazu bei, künftige Verstöße abzuschrecken. So wird Journalismus zum aktiven Partner im Tierschutz – und zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Aufklärung, Engagement und tatsächlicher Veränderung.
6. „Adopt, don’t shop“ – mehr als ein Slogan

Der Fall zeigt erneut, wie problematisch die Nachfrage nach bestimmten Rassehunden ist. Jede gekaufte Zucht trägt dazu bei, dass Tiere im Tierheim länger auf eine Familie warten. PETA ruft daher erneut dazu auf, Tiere zu adoptieren statt zu kaufen – nicht nur aus ethischen Gründen, sondern auch aus Verantwortung gegenüber den vielen wartenden Tieren.
Züchter:innen, die nur auf Gewinn aus sind, nehmen keine Rücksicht auf das Wohl ihrer Tiere. Viele „Vermehrer:innen“ sehen Hunde nicht als Lebewesen, sondern als Ware. Wer adoptieren statt kaufen möchte, verhindert dieses System – und schenkt gleichzeitig einem Tier in Not eine neue Chance.
7. Ein Appell an die Politik

PETA fordert ein neues Heimtierschutzgesetz, das den unkontrollierten Handel mit Tieren im Internet stark einschränkt. Onlineplattformen wie eBay Kleinanzeigen ermöglichen es bislang, Tiere anonym und ohne Kontrolle zu verkaufen. Gerade für illegale Zuchten oder sogenannte „Vermehrer:innen“ ist das ein lukrativer und risikoloser Absatzweg – auf Kosten der Tiere.
Die Petition von PETA zielt auf ein Verkaufsverbot lebender Tiere auf solchen Plattformen. Stattdessen soll es verbindliche Regeln geben, wer Tiere vermitteln darf und unter welchen Bedingungen. Nur wer transparente und tiergerechte Zucht nachweisen kann, soll künftig noch aktiv sein dürfen. So ließe sich langfristig der illegale Handel zurückdrängen. Mit jeder Unterschrift wächst der Druck auf die Politik, endlich konkrete Maßnahmen zum Schutz der Tiere zu ergreifen.
