Erstes Tabu: Industrie-Rundholz fliegt aus dem Ofen

Besonders hart erwischt es Säge- und Industrierundholz – also starke Stämme, die bisher bei schwacher Nachfrage oft im Kamin landeten. Künftig gelten sie als wertvoller Rohstoff für Bau- und Möbelindustrie und verlieren den Status „förderfähige Biomasse“.
Private Ofenbetreiber müssen sich umstellen: Wer solche Stämme bislang günstig schichtete, riskiert bald Bußgelder. Waldbesitzer wiederum verlieren einen schnellen Absatzkanal, was die Versorgung vieler Biomasseheizwerke spürbar verknappen könnte.
Damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht – es wird noch
Auch Wurzeln und Stümpfe werden tabu

Ebenfalls auf der roten Liste stehen Wurzelholz und Baumstümpfe. Die Bundesregierung argumentiert, sie seien wichtige Kohlenstoffsenken und Lebensräume im Wald – im Ofen würden sie nur unnötig CO₂ freisetzen.
Für Rodungen oder Bauprojekte anfallende Holzreste müssen künftig anderweitig entsorgt oder stofflich genutzt werden. Experten warnen bereits vor neuen Kostenbergen in der Landschaftspflege.
Was das für Ihren Brennholzpreis bedeutet, verraten wir im nächsten Abschnitt.
